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Es werde Licht! Öllämpchen mit Biodiesel

Habt ihr schon einmal am Lagerfeuer gesessen oder euch am Kamin gewärmt? Dann wisst ihr, dass in Holz Energie steckt, die beim Verbrennen in Wärme umgewandelt wird. Aber nicht nur in Holz steckt Energie, sondern in allen anderen Pflanzen von der Wurzel bis zur Frucht, in allen Pflanzenabfällen und pflanzlichen Rückständen und sogar in Gülle und in den Überresten unseres Essens nach der Verdauung. Diese biologischen Produkte werden als Biomasse bezeichnet. Aus Biomasse wird zum Beispiel Biodiesel oder Biogas hergestellt. Pflanzenöl kann nicht nur Dieselmotoren antreiben, sondern dient auch als Rohstoff für unzählige Dinge, wie Waschmittel, Ölfarben, Schmiermittel usw. Besonders geeignet für die Herstellung von Pflanzenöl sind ölhaltige Pflanzensamen, wie zum Beispiel Sonnenblumenkerne oder Rapssamen.
Mit einem selbstgebauten Öllämpchen könnt ihr demnächst auf Kerzen verzichten! Es brennt und brennt und brennt...

Materialien für das Öllämpchen  

Für das Öllämpchen braucht ihr:

  • einen Esslöffel voll Sonnenblumenkerne

  • eine Kaffeemühle oder ähnliches

  • ein Stück Baumwollstoff, z. B. ein altes Stofftaschentuch mindestens 15x15cm

  • eine Knoblauchpresse oder eine Püreequetsche

  • zwei Aluminiumnäpfchen von Teelichtern

  • ein Stück dickes Baumwollband, z.B. Schuhband

  • einen Nagel, eine Schere und ein Stück Zwirn
     
Das Sonnenblumenschrot wird ausgequetscht.  

Zuerst zermahlt ihr einen Esslöffel Sonnenblumenkerne in einer Kaffeemühle und schüttet das Mehl auf den dünnen 15x15cm großen Baumwollstoff. Dann schnürt ihr mit einem Faden ein straffes Beutelchen und presst es in einer Knoblauchpresse unter starkem Druck aus. Was dabei herausläuft ist Sonnenblumenöl. Das fangt ihr in einem leeren Aluminium-Teelichtnäpfchen auf.

   

 

Hier entsteht der Deckel für das Öllämpchen.  

Jetzt nehmt ihr ein zweites Näpfchen und schneidet seinen Rand an zwei Stellen mit der Schere ein. Danach stecht ihr mit einem Nagel ein Loch in seine Bodenmitte und steckt ein dickeres Baumwollband hindurch.

     
Den Docht gut vollsaugen lassen!  

Das ist der Deckel zu eurem Teelicht-Öllämpchen. Setz ihn auf das erste Teelichtnäpfchen auf. Der Docht saugt sich in ein bis zwei Minuten mit dem Öl voll - und ihr könnt ihn anzünden!

   

 

...und  fertig ist das Öllämpchen!  

Achtet darauf, dass der Docht nicht so weit herausschaut, dann brennt es besser!

Und Vorsicht! Niemals das Öllämpchen in der Nähe anderer leicht entzündlicher Gegenstände brennen lassen. Beim Verlassen des Raumes stets das Feuer löschen!

Quelle: Uwe Wandrey: „Kraftwerk Sonne“, rororo Rotfuchs, August 2003.