Windenergie - Bauanleitung für
ein Aufwindkraftwerk
Schon vor vielen hundert Jahren
wurde mit Windmühlen das
Korn gemahlen. Auch heute macht
man sich die Kraft des Windes
an vielen windreichen Orten wieder
zu nutze, um so Strom zu erzeugen.
Im Inneren von modernen Windkraftanlagen
befindet sich ein Generator, der
ähnlich wie ein Fahrraddynamo
Strom erzeugt, wenn sich die Windflügel
drehen.
Wind entsteht durch Temperaturunterschiede und somit Luftdruckunterschiede.
Von der Sonne erwärmte Luft ist leichter als kalte
Luft, deshalb steigt warme Luft
auf und kalte Luft sinkt ab. Dort wo die warme Luft aufsteigt ist in der Höhe ein höherer Luftdruck; wo die kalte Luft absinkt ist in der Höhe ein tieferer Luftdruck. Um diese Unterschiede auszugleichen, entsteht ein Luftstrom vom hohen Druck zum tiefen Druck. So
entsteht der Wind.
Besondere Windkraftanlagen sind Aufwindkraftwerke. Sie
nutzen neben dem Wind zusätzlich die Wärme von
der Sonne direkt aus. So ein Aufwindkraftwerk könnt
ihr im Kleinformat selbst bauen.
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Ihr braucht dazu:
- eine lange Papprolle (z.B. das Innere einer Küchenrolle)
- schwarze Farbe oder schwarzes Buntpapier
- die Aluminiumhülle eines Teelichtes
- eine Reißzwecke
- glatte Pappe (z.B. von einem Karton)
- Schere, Klebstoff, Bleistift
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Malt die Papprolle schwarz an oder beklebt sie
mit schwarzem Papier. Sie wird später zum Turm
der Windkraftanlage.
Schneidet die Teelichthülle 16 mal mit der Schere
ein, drückt sie platt und verlängert die
Schnitte bis an den inneren Ring im Teelichtboden.
Vorsicht! Nicht zu weit einschneiden! |
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So entsteht das Flügelrad. Drückt ganz
leicht mit einem Bleistift genau in der Mitte des
Teelichtes eine Kuhle. Vorsicht: Nicht durchdrücken!
Legt am besten einen Radiergummi darunter. Nun winkelt
ihr die Flügel alle in eine Richtung schräg
ab, wie bei einer Weihnachtspyramide. |
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Danach schneidet ihr 2 jeweils 2 cm breite Pappstreifen
aus und klebt beide Streifen aufeinander. Die Pappe
wird später quer über die Öffnung des
Turmes geklebt. Steckt die Reißzwecke von unten
genau durch die Mitte des Pappstreifens. Die Spitze
dient als Auflagefläche (Träger) für
die Kuhle im Flügelrad. Klebt nun den Pappstreifen
mit der Nadel darin quer auf die obere Öffnung
des Turms und setzt das Flügelrad auf. Eventuell
müsst ihr zum Ausbalancieren die Flügel
etwas nach unten biegen. |
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Schon ist ein einfaches Windrad fertig. Es dreht
sich allerdings nur bei Wind oder z.B. durch Pusten.
Für ein einfaches Windrad bräuchte man auch
den Turm nicht schwarz anzustreichen.
Um das Windrad zu einem Aufwindkraftwerk auszubauen,
fehlen noch Einströmöffnungen für die
warme Luft in den Turm. Das untere Ende des Turms
wird 6 mal im gleichen Abstand etwa 5cm tief eingeschnitten.
Jede zweite Lasche wird hochgeklappt oder abgeschnitten.
Der Turm steht dann auf Stelzen. Wenn man jetzt den
Turm in die Sonne stellt oder eine warme Lampe darauf
richtet, drehen sich die Flügel auch ohne Wind.
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Wie funktioniert das? Die Luft strömt durch die Öffnungen unten in den Turm. Wenn der schwarze Turm in der Sonne steht, erwärmt sich die Luft darin und steigt nach oben. Dieser Luftstrom wirkt wie in einem Kamin. Immer mehr Luft wird nachgezogen und dreht die Flügelräder. Nach dem gleichen Prinzip arbeiten große Aufwindkraftwerke mit 200 Meter hohen Türmen. Sie funktionieren am besten in sonnigen Ländern wie zum Beispiel in Spanien oder Australien.
Quelle: Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie,
Jugend, Familie und Gesundheit (Hrsg.): Sonne erleben-
Energie erfahren, 1998.
Noch mehr Infos zu Aufwindkraftwerken findet ihr
unter www.solarserver.de/lexikon/aufwindkraftwerk.html |
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